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In welchen Baujahren wurde Asbest verbaut? Der Schnell-Check

Bevor Sie sich mit einem konkreten Material befassen – Dach, Boden, Fassade oder Heizung – lohnt ein erster Schritt: das Baujahr. Es ist der schnellste und zuverlässigste Anhaltspunkt für eine erste Einschätzung.

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Geben Sie das Baujahr Ihres Gebäudes ein

Schieben Sie den Regler auf das Baujahr – oder das Jahr der letzten größeren Renovierung – und sehen Sie die Risikoeinschätzung.

1975
19202026
Höchstes Risiko

Das ist die Hauptverwendungszeit von Asbest in Deutschland. Gehen Sie grundsätzlich von einem erheblichen Risiko aus.

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Die drei Risikozonen im Detail

Mittleres Risiko

Vor 1960

Asbest war bereits im Einsatz, aber in geringerem Umfang als später. Auch andere Baustoffe dieser Zeit kommen häufig vor.

Höchstes Risiko

1960 bis 1990

Die Hauptverwendungszeit von Asbest in Deutschland. Fast jedes Bauprojekt dieser Jahre – Neubau wie Renovierung – kam mit asbesthaltigen Materialien in Berührung.

Kein Risiko bei Neubauten

Nach 1993

Das vollständige Asbestverbot gilt seit dem 1. Januar 1993. Die Übergangsjahre 1990 bis 1993 sind eine Grauzone mit sinkender Wahrscheinlichkeit.

Warum auch spätere Renovierungen zählen, nicht nur das ursprüngliche Baujahr

Ein häufiger Denkfehler: Man schaut nur auf das Baujahr des Gebäudes selbst und übersieht, dass auch spätere Renovierungsphasen zählen.

Ein Haus aus den 1920ern, das in den 1970ern grundlegend modernisiert wurde – neue Böden, neue Bäder, neue Heizung – trägt das Asbestrisiko der Renovierungszeit, nicht nur des ursprünglichen Baujahres. Das gilt besonders für Gründerzeitbauten in Münchner Stadtteilen wie Schwabing oder der Maxvorstadt, die im Original oft asbestfrei waren, durch die Modernisierungswellen der 1960er bis 1980er aber asbesthaltige Materialien bekamen.

Die richtige Frage lautet daher nicht nur „Wann wurde mein Haus gebaut?“, sondern „Wann wurden die einzelnen Bauteile zuletzt erneuert?“

Was nach der Einschätzung zu tun ist – je nach Risikostufe

Hohes Risiko (1960–1990)

Eine genauere Beurteilung der einzelnen Bauteile ist sinnvoll. Fangen Sie mit den am ehesten betroffenen Bereichen an – Böden, Dach, Heizung.

Mittleres Risiko (vor 1960 oder 1990–1993)

Grundsätzliche Wachsamkeit ist angebracht, besonders bei sichtbaren Verdachtsmaterialien oder vor geplanten Renovierungen.

Kein Risiko (durchgängig nach 1993)

In der Regel kein Handlungsbedarf, sofern keine älteren Bauteile übernommen wurden.

In allen Fällen mit verbleibender Unsicherheit hilft eine kostenlose Ersteinschätzung, den passenden nächsten Schritt zu finden.

München-spezifisch: Baujahresverteilung im Münchner Wohnungsbestand

München hat einen besonders hohen Anteil an Gebäuden aus der Hauptrisikozeit. Der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und die anschließenden Wachstumsphasen der Stadt sorgten dafür, dass große Teile des Wohnungsbestands in den 1950er bis 1980er Jahren entstanden – genau die Spanne mit der höchsten Asbestverwendung.

Wer in einem dieser Gebiete ein älteres Gebäude besitzt, sollte das Baujahr als ersten, aber nicht einzigen Anhaltspunkt nehmen.

Häufige Fragen zu Asbest nach Baujahr

Unsicher trotz Baujahr-Check?

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