Warum Schwabing beim Thema Asbest besonders betroffen ist
Schwabing ist einer der lebendigsten und dichtesten Altbaubezirke Münchens. Die charakteristischen Gründerzeit- und Jugendstilbauten mit ihren reich verzierten Fassaden und die Nachkriegsbauten der 1950er bis 1970er Jahre prägen das Bild von Schwabing bis in die Maxvorstadt – und machen den Bezirk zu einem der asbest-relevantesten der Stadt.
Der entscheidende Faktor: Viele dieser Gebäude wurden in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg grundlegend renoviert und modernisiert. Dabei kamen asbesthaltige Materialien zum Einsatz, die damals als günstig, langlebig und sicher galten. Heute – bei Umbau, Sanierung oder Kauf – werden diese Materialien zum Problem.
Besonders relevant ist der Bezirk für alle, die in typischen Schwabinger Mietwohnungen sanieren oder einen Altbau zur Eigennutzung kaufen und umbauen. Gerade in Schwabing und der angrenzenden Maxvorstadt ist der Bestand an kompakten Altbauwohnungen mit Originalsubstanz aus dem frühen 20. Jahrhundert besonders hoch.