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Asbest im Dach erkennen – der Überblick über alle Dachtypen

Bei Asbest im Dach denken die meisten sofort an die grauen Wellplatten auf der Garage. Das ist aber nur ein Ausschnitt: Asbest steckte in ganz unterschiedlichen Dachkonstruktionen – vom Steildach über das Flachdach bis zur Dachschindel.

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Die vier Dachtypen mit Asbestrisiko

Faserzement-Wellplatten (Eternit)

Der bekannteste Fall: gewellte graue Platten auf Garagen, Carports, Scheunen und vielen Wohnhäusern.

Ausführlich: Eternit-Dach & Asbest

Flache Faserzement-Dachplatten

Kleinformatige, schieferähnliche Platten, oft auf Steildächern – leicht mit echtem Schiefer zu verwechseln.

Bitumen-Dachbahnen mit Asbesteinlage

Auf Flachdächern verbaut, vor allem 1960er bis 1980er. Die Fasern sorgten für Verstärkung und Reißfestigkeit.

Asbest-Schindeln

Seltener, aber vorhanden: Dächer, die in den 1960ern aus optischen Gründen mit schindelförmigen Faserzementplatten gedeckt wurden.

Schnelltest: 5 Fragen zur Selbsteinschätzung

Bevor Sie einen Fachbetrieb anrufen, geben diese fünf Fragen eine erste Orientierung. Haken Sie an, was zutrifft.

  • Wurde das Dach vor 1993 gedeckt oder zuletzt erneuert?
  • Ist das Material grau, hart und mineralisch – also nicht Holz, Ziegel oder Metall?
  • Geht es um ein Flachdach mit schwarzer Bahnenware?
  • Zeigt das Dach Verwitterung – Moos, Risse, abblätternde Oberfläche?
  • Stehen Reparatur- oder Erneuerungsarbeiten an?

Wellasbestplatten (Eternit) – das Hauptthema im Detail

Wellasbestplatten sind der häufigste und bekannteste Fall von Asbest im Dach – und bekommen deshalb eine eigene, ausführliche Seite: Wann bleibt ein intaktes Dach unbedenklich, wann besteht Handlungsbedarf, und was kostet die Sanierung?

Vollständige Übersicht: Eternit-Dach & Asbest →

Flachdach-Bahnen und Bitumen – das unterschätzte Risiko

Während Wellasbestplatten jeder kennt, wird das Risiko bei Flachdächern regelmäßig übersehen. Bitumenbahnen mit Asbesteinlage sehen aus wie ganz normale schwarze Dachbahnen – ein optisches Unterscheidungsmerkmal zu asbestfreier Ware gibt es schlicht nicht.

Betroffen sind vor allem Flachdächer von Garagen, Anbauten, Gewerbeimmobilien und manchen Wohnhäusern der 1960er bis 1980er Jahre. Bei Sanierungsarbeiten wird das Material oft mechanisch bearbeitet, ohne dass überhaupt ein Verdacht aufkommt.

Wie ein professioneller Dach-Test abläuft

1

Sichtprüfung

Materialtyp, Baujahr-Indizien und Verwitterungsgrad werden beurteilt.

2

Materialprobe

Bei begründetem Verdacht wird eine Probe fachgerecht entnommen und verpackt.

3

Laboranalyse

Das Ergebnis liegt in der Regel innerhalb von 3 bis 5 Werktagen vor.

Mehr zum Ablauf der Materialanalyse →

München: Frost-Tau-Wechsel und Schneelast als Beschleuniger

Das Münchner Klima mit seinen kalten, schneereichen Wintern setzt Faserzement-Dächern besonders zu. Wiederholte Frost-Tau-Wechsel und die Last feuchten Schnees sprengen über die Jahre die Zementoberfläche auf – die Platten werden porös und beginnen, Fasern abzugeben.

Besonders betroffen sind die älteren Siedlungs- und Garagendächer in Stadtteilen wie Neuperlach, Pasing und Giesing, wo viele Dächer seit den 1960er und 1970er Jahren nie erneuert wurden und jeden Winter aufs Neue der Witterung ausgesetzt sind.

Häufige Fragen: Asbest im Dach erkennen

Dach prüfen lassen – unabhängig vom Dachtyp.

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Schritt 1 / 8

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